Mehr pflanzliche Kost für Gesundheit und Umwelt

Ein hoher Anteil pflanzlicher Lebensmittel ist nicht nur gut für die eigene Gesundheit, sondern auch für Klima und Umwelt. Immerhin sind Landwirtschaft und Ernährung in Deutschland zu etwa einem Fünftel am Ausstoß klimawirksamer Gase beteiligt. Ein abwechslungsreicher Essstil, der tatsächlich fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag enthält, ist eine Möglichkeit, mit Genuss zu essen und dabei klima- und umweltfreundlich zu sein.

Fleisch ist gesund und ein wertvolles Lebensmittel, solange man es in Maßen, also etwa drei Portionen wöchentlich, verzehrt. Allerdings wird in Deutschland häufig deutlich mehr gegessen, als aus gesundheitlicher Sicht empfehlenswert ist. Der Trend zu hohem Fleischverzehr besteht jedoch nicht nur in den westlichen Industriestaaten, sondern mit zunehmendem Einkommen steigen auch Erzeugung und Verbrauch in den Schwellenländern. So stieg Brasilien zu einem der größten Exporteure bei Geflügelfleisch auf, der unter anderem jährlich Tausende Tonnen Hähnchenbrust nach Deutschland liefert.

Die Produktion von Fleisch ist besonders bei intensiver Tierhaltung durch einen hohen Ressourcenverbrauch gekennzeichnet. Beispielsweise werden Futtermittel, vor allem eiweißreiche Produkte wie Soja, weltweit gehandelt und eingesetzt. Die Folge sind hohe Transportaufkommen und ein hoher außereuropäischer Verbrauch an landwirtschaftlicher Nutzfläche und Wasser. Einen großen Teil des Futters benötigen Tiere für die Aufrechterhaltung des Stoffwechsels, so dass wesentliche Teile der pflanzlichen Nahrungsenergie als so genannte „Veredelungsverluste“ verloren gehen. Schätzungen gehen davon aus, dass im Mittel sieben Kalorien Energie pflanzlicher Herkunft nötig sind, um eine tierische Kalorie zu gewinnen.

Das globale Problem muss unter Aspekten der Nachhaltigkeit regional angegangen werden. Erstens ist eine eindeutige, klare Herkunftskennzeichnung nicht nur für Fleisch zu fordern, die es Konsumenten ermöglicht, bewusst regional auszuwählen. Trägt man zweitens der grundlegenden Ernährungsempfehlung Rechnung, nämlich reichlich pflanzliche Lebensmittel mit einem moderaten Fleischkonsum zu ergänzen, fördert man nicht nur die eigene Gesundheit sondern schont auch die Umwelt.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen